Aufruf zur Rettung des Filmtheaters am Sendlinger Tor!


Das Kinosterben macht auch in München nicht halt. Im vergangenen Jahr schlossen bereits zwei andere ehrwürdige Traditionskinos für immer ihre Pforten - das Gabriel Filmtheater und die Kinos Münchner Freiheit.

Nun droht dem Filmtheater am Sendlinger Tor das Aus. Mit 107 Jahren ist es eines der ältesten Kinos der Stadt. Der am 30. Juni endende Pachtvertrag soll nicht verlängert werden, obgleich das Kino schwarze Zahlen schreibt und zu den beliebtesten Kinos in München zählt.

Ein schönes Stück Kulturgut ist in Gefahr

Das Filmtheater am Sendlinger Tor befindet sich in einem denkmalgeschütztem Gebäude und ist mit seiner Königsloge, den roten gemütlichen Plüschsitzen, dem imposanten Kinosaal und den handgemalten Filmplakaten eine echte Institution in München.

Hier laufen deutsche Filme, gehobener Mainstream und ausgewählte Besonderheiten. Gelegentlich finden Live-Übertragungen von Opern- und Ballettpremieren statt. Das Lichtspielhaus mit 400 Plätzen ist auch Veranstaltungsort für bedeutende Premieren und das Filmfest München.

Petition zur Rettung deutscher Filmgeschichte

Die derzeitigen Kinobetreiber sind Vater und Sohn. Seit mehr als 70 Jahren ist die Familie Pächter des Kinos. Fritz und Christoph Preßmar kämpfen um den Erhalt. Unterstützt von Herbert Flammensbeck wurde neben einem offenen Brief an Oberbürgermeister Dieter Reiter auch der Sozialverband VdK Pasing mobilisiert.

Auch die Münchner unterstützen das Traditionskino:

Es werden Unterschriften der Kinobesucher gesammelt, weitere Verbände und Bürgerinitiativen aktiviert sowie für den Erhalt des Kinos eine Petition eingerichtet.

 

Hier geht es zur Petition:

https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-deutsche-kinogeschichte-das-filmtheater-sendlinger-tor-muenchen

 

 

 

 

 

Bilder: Aussenansicht „Metropolis“, 1927 (ganz oben), Kino-Foyer, 2004 (oben links), Aussenansicht „Gott schützt die Liebenden“, 1973 (mittig), Innenansicht des Saals Robert Goetzfried, 2009 (oben rechts), Kasse & Eingang, 1914 (ganz unten)
Bildquelle: www.filmtheatersendlingertor.de